Argumente pro Massivhaus

Das Massivhaus - individuell, anpassungsfähig und zukunftsorientiert

MassivhausMassivhäuser werden detailliert geplant. Die Massivbauweise erlaubt dabei individuelle Grundrisse und Einbauten, was bei Fertighäusern & Co. entweder nicht möglich ist, oder mit einem großen (und teuren) Aufwand verbunden ist. Hier ein Erker und dort ein zusätzliches Fenster – das alles ist beim Massivhaus kein Problem!

 

 

Moderne Baumaterialien

Die modernen Baumaterialien werden direkt in die Planungsarbeiten einbezogen, sodass auch aktuelle und prognostizierte Energievorschriften sowie Sicherheitsstandards beim Massivhaus umgesetzt werden. Viele Massivhäuser können ohne großen Aufwand sogar so wirtschaftlich errichtet werden, dass sie durch Förderungen der KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) begünstigt werden. Ein weiterer Vorteil ist, dass energieeffiziente Häuser auch bei den Unterhaltungskosten kein Loch in die Geldbörse reißen. Gut durchdacht, geplant und ausgeführt kann sich der Hausherr den Unterhalt seines Massivhauses auch bei Arbeitslosigkeit, Krankheit und Ruhestand leisten.

 

 

Flexibilität

Ein weiterer sehr wichtiger Vorteil des Massivhauses ist dessen Flexibilität. Baumaterialien und Ausführung ermöglichen unkomplizierte Umbauten. Zwar denkt der Häuslebauer bei der Planung seines Hauses nicht unbedingt an die ferne Zukunft, doch diese kann jeden im Guten wie im Schlechten treffen: Zusätzliche Kinderzimmer für den ungeplanten Familienzuwachs, Hobbyraum im Keller für den Ruhestand oder der behindertengerechte Umbau des Hauses für Alter und Krankheit; das Massivhaus kann sich im Gegensatz zu anderen Bauweisen dem Leben seiner Bewohner anpassen und gilt als echter Lebensmittelpunkt.

 

 

MassivbaustoffePluspunkt Baustoffe – für Komfort, Wirtschaftlichkeit und Lebensdauer

Die zum Bau eines Massivhauses verwendeten Baumaterialien sind weitestgehend natürlich und werden unter geringem Energiebedarf hergestellt. Porenbeton und Kalksandstein nutzen Luft zur Wärmespeicherung, Ziegel werden aus Lehm hergestellt und auch Beton besteht nur aus Zement, Kalkstein und Wasser, was sie allesamt zu ökologischen Baustoffen macht. Ohne chemische Zusätze sinkt beim Bewohnen eines Massivhauses naturgemäß auch das Risiko von Allergien und anderen gesundheitlichen Beeinträchtigungen. Schimmelbelastungen gehören bei den diffusionsoffenen Baustoffen beim Massivhaus zur Seltenheit. Im Gegenteil wirkt sich die Offenporigkeit der Materialien positiv auf das Raumklima aus, was wiederum dem Wohnkomfort und der Gesundheit dient.

 

 

Nichtsdestotrotz tragen die Baumaterialien das Prädikat „massiv“ nicht ohne Grund

Die Mauersteine und Bauelemente sind für sich schon außerordentlich stabil und haltbar. Im Gegensatz zur Leichtbauweise oder zum Fertigbausatz werden die einzelnen Elemente beim Massivhaus dann noch fest miteinander verbunden und verankert, was die lange Lebensdauer eines massiv errichteten Hauses erklärt. Wer Jahrhunderte alte Denkmäler wie Burgen, Gründerzeitvillen oder Bauernkotten betrachtet, wird bei nahezu allen Gebäuden auf die Massivbauweise stoßen. Nicht selten haben diese historischen Häuser Kriege überlebt und sind trotz wenig Hege und Pflege in außergewöhnlich gutem Zustand.

 

Die modernen Baustoffe beim Massivhaus tragen jedoch nicht nur zur Stabilität und Nachhaltigkeit der Bauten bei, sondern gehören heute zu den wahren Multitaskinggenies: Schallschutz, Brandschutz, Wärmespeicherung – alle Attribute werden beim Massivhaus mit den nicht brennbaren Baumaterialien gleichzeitig eingebaut. Mit Porenbeton lassen sich beispielsweise sogar Passivhäuser errichten, die eine Wandstärke von weniger als 40 cm vorweisen; Kalksandsteine mit mineralischen Zuschlägen erreichen Bestnoten in der Schalldämmung und mit Perlite gefüllte Ziegelsteine bieten ungeahnte Werte in der Wärmedämmung.

 

 

Geldanlage mit Wertbeständigkeit

Natürlich kosten auch Massivhäuser nicht unerheblich viel Geld und müssen in der Regel finanziert werden. Das machen sie jedoch durch ihre Wertbeständigkeit wieder wett. Wer den Immobilienmarkt beobachtet, wird schnell feststellen, dass die Anschaffungskosten von gebrauchten Massivhäusern kaum Schwankungen unterliegen. Grund hierfür ist die Qualität der verwendeten Materialien und der ausführenden Gewerke, was beim Massivhaus für die typisch lange Haltbarkeit Sorge trägt. Manufaktur statt Discounterware; Qualität zahlt sich letztendlich immer aus.

Dies erklärt auch, warum Massivhäuser bei Bedarf zu einem adäquaten Wiederverkaufswert wieder verkauft werden können. Die Wertbeständigkeit massiv errichteter Häuser führt demnach dazu, dass das Risiko einer derartigen Kapitalanlage immer berechenbar bleibt.

 

 

Vom Gerücht mit der Bauzeit

Massivhaus-BauzeitBefürworter von Fertighäusern und Leichtbauten argumentieren immer wieder, dass derartige Häuser im Gegensatz zum Massivhaus deutlich schneller errichtet werden können. Dieses Argument stimmt nur in Teilen, da beispielsweise die vorgefertigten Elemente des Fertighauses auch zunächst einmal im Werk angefertigt werden müssen. Nach der Planung und Bestellung eines Fertighauses durchlaufen die einzelnen Bauelemente bis zu ihrem Eintreffen auf der Baustelle mehrere Stadien der Fertigung, Überprüfung und Verladung. Dies muss letztendlich als faktische Bauzeit betrachtet werden. Nach dem Aufbau des Fertighauses steht auf der Baustelle letztendlich auch nur ein geschlossener Rohbau. Dieser wird – genau wie beim Massivhaus – durch den Innenausbau komplettiert. Die dafür aufzuwendende Bauzeit ist mit der von Massivhäusern nahezu identisch.

 

Was die Bauzeit eines Massivhauses verzögern könnte, wäre Feuchtigkeit im Bau.

Einerseits sind es die Witterungsverhältnisse, die beim massiven Bauen stören können und andererseits die normale Baufeuchte durch eingebrachte Feuchtigkeit. An der Baufeuchte wurde in den letzten Jahren jedoch auch gearbeitet, was Dünnbettmörtelverfahren und bereits vollständig durchgetrocknete Baustoffe beim Massivhaus demonstrieren. Selbst wenn beim Mörteln, Putzen oder Gießen zusätzliche Feuchtigkeit in den Bau gebracht wird, lässt sich diese notfalls innerhalb kürzester Zeit durch den Einsatz moderner technischer Bautrocknungsverfahren beseitigen.